2010 - 4. Quartal


Elvira aus Solingen

...Mensch Hef. Wir haben die Büßer Prozession verfolgt. Das ist ja wirklich irre. Wir haben auch alle Orte besucht. Toll. Wir haben auch in dem Hotel gewohnt, das du beschrieben hast. Ist genauso, wie beschrieben. Aber der Portier kannte dein Buch nicht und wunderte sich darüber, dass das Hotel, sein Hotel darin vorkam. Ansonsten, einfach danke. Ein Superthriller. Der hätte noch ein paar Seiten länger sein können....

...Danke Elvira. Das freut ein Autorenherz. Aber länger durfte er leider nicht sein. Er wurde schon gekürzt. 500 Seiten hatte man mir zugestanden. Tut mir leid für die Leser. Aber vielleicht mache ich aus dem Rest noch einen neuen Thriller.


Markus aus Pforzheim

...Hallo Hef, wir waren über Ostern im Sinai. Den brennenden Dornbusch und das Kathaarinenkloster wollten wir unbedingt mal sehen. Bin total begeistert. Ist alles so, wie beschrieben. Ich habe mich mit deinem Brennenden Dornbusch vors Gebeinhaus gesetzt, gelesen, den Wüstenmäusen zugesehen, wie sie versuchten, die viel zu großen Datteln in ihre Löcher zu bekommen...herrlich beschrieben. Die Mönche sind wirklich die freundlichsten Menschen, die ich kennen gelernt habe. Danke für den Thriller. Aber...ich glaube, den wird nicht jeder verstehen.

...stimmt Markus. Das versteht nicht jeder. Ich hoffe, du hast die Wüstenmäuse, die dort übrigens Spinymouse heißen, von mir gegrüßt. Sie gehören eigentlich nicht zur Kategorie der Wüstenmäuse. Sie kommen nur im Sinai vor. Aber der Verlag meinte, das versteht nicht jeder. Freut mich, dass es euch gefallen hat. Würde auch gerne mal wieder ein paar Tage dort verbringen...



Judith aus Jaffa, Israel

...shalom Hef. Ich bin mit einem Professor für Deutsch-Jüdische Geschichte verheiratet und 65 Jahre alt.
Ich habe den Dornbusch mehrfach gelesen, und mich gefreut, dass sich mal ein Deutscher Autor an unsere Probleme wagt. Ich kann dir als Leserin der hiesigen Presse  bestätigen, dass dem so ist, wie du das sehr spannend beschreibst.
Heute kam ein Aufruf der Regierung, dass alle Israelis im Urlaub, sofort den Sinai zu verlassen haben. Al Kaida droht mal wieder mit Anschlägen auf meine Landsleute.
Wann schreibst du mal darüber, was wir jeden Tag hier an Horrormeldungen zu erdulden haben? Du verstehst unsere Mentalität. Danke.

....Judith, das hängt leider nicht nur von mir ab, wann ich was schreibe. Es ist ein Geschäft wie jedes andere. Es müssen für jeden Roman auch Käufer da sein. Ich bekomme, und darüber war ich erstaunt, sehr viel mails aus Israel. Ich kenne jeden Stein in deinem Land und ich liebe euch. Wenn nur nicht das leidige Messband des Erfolges für jedes Buch stehen würde.
Aber schicke mir bitte die Jerusalem Post in englischer Version. Mal sehen, was ich daraus machen kann.
Shalom



Rainer aus Stuttgart


...wir waren über Ostern im Sanai und auch im Katharinenkloster...und etwas enttäuscht. Die Mönche laufen in ihren verschlissenen schwarzen Roben genauso herum, wie du sie beschrieben hast. Auch das Kloster entspricht haargenau deinen Beschreibungen.
...Aber, das Tal, in dem das Kloster liegt, entspricht nicht deinem Roman. Das ist ja scheußlich. Überall Hotels an den Hängen.
Du bist doch sonst so genau in deinen Ortsbeschreibungen...

...ja Danke, für die Info. Aber der Brennende Dornbusch spielt in den späten 70 und 80ern.
Ich war auch erschrocken, als ich das letzte Mal dort war. Die Baulöwen haben das ganze Tal versaut.
Nimm meine Darstellung als Reminiszenz an alte Zeiten, wie ich es gekannt habe und....vielleicht wird das Leben der Mönche durch den zusätzlichen Tourismus finanziell etwas leichter um die alten Gemäuer erhalten zu können.

 

 

 

Heike aus Freiburg, zu Saigon-Berlin

 

Hallo Hef, habe gerade SAIGON-BERLIN durch und bin....platt. Mehrfach musste ich heulen über diese Brutalität, die du aber sehr fein umschreibst....na ja, wenigstens für schwache Gemüter wie mich.  Sehr gefiel mir der KLEINE DRACHE, der seine Fortsetzung in der Tochter findet.

Genial, ist das geringste, was ich zu diesem THRILLER sagen kann. Spannung der allerhöchsten Stufe, und auch tiefe Trauer, die einen zum Heulen bringt. Danach braucht's ein paar Tage Abstand, um das zu verdauen.

Eigentlich schreibe ich gerne Rezis, aber zu dem Roman fällt mir momentan nichts anderes ein, als...jedem zu empfehlen, ihn zu lesen und sich sein eigenes Bild zu machen.

Danke Heike. Das habe ich auch schon von anderen Rezensenten gehört. Zu diesem Roman fällt wohl momentan selbst den Profis nicht viel ein. Aber, das wird schon noch, wenn sich alle erholt haben.

dein hef   21.11.10

 

Micha, Garmisch

Hallo Hef, ich war selbst in Afghanistan.

Saigon-Berlin finde ich saugut. Aber, untertreibst du nicht etwas? Und, wie hast du das moralisch verdaut? Hattet ihr psychologische Betreuung. Du spielst das alles herunter, als sei es ein Spaziergang gewesen....

Micha, ich hatte nicht vor einen Kriegsroman zu schreiben und nein, unsere psychologischen Betreuer waren Wihsky und Dope.

Ich hatte niemals vor, diesen Roman zu schreiben und 40 Jahre alles in mir verbuddelt. Der Verlag wollte es so und ich dachte mir...na ja, nach so langer Zeit könnte es etwas weniger schlimm aussehen.  Probier es. Es kann dir vielleicht helfen, so manches aufzuarbeiten. Meine Frau Ulla und mein Lektor waren meine besten Psychater, und ich bin froh, es geschrieben zu haben.

dein Hef 21.11.10

 

Simone aus Dresden

 

...mein Gott Hef, wie bist du nur an die Details in Ost-Berlin gekommen? Aber mich interessiert viel mehr, ob es diesen KLEINEN DRACHEN  und THE-MARIA, die Tochter von Stösser wirklich gegeben hat. Und wenn, du schreibst in deiner Vita, du hättest eine Tochter in Asien, ob die identisch ist. Wie sieht die aus und was macht sie jetzt.

Wenn das zu persönlich ist, vergiß die Frage. Ich liebe es, mir die Figuren plastisch vorzustellen. Dein Roman erinnert mich stark an KRIEG UND FRIEDEN, gepaart mit vom WINDE VERWEHT. Einfach Klasse

 

Danke Simone. Für Berlin hatte ich einen ausgezeichneten Rechercheur. Ihn findest du in der Danksagung.

Und ja, meine Tochter in Singapore ist identisch mit The-Maria. So ist sie entstanden und zur Welt gekommen. Sie ist heute 40 Jahre und 178 cm groß, schlank und als Hotelmanagerin genauso quirrlig, wie im Roman. Kleiner Drache , die Mutter, ist vor 15 Jahren ruhig eingeschlafen. Sie ist gegangen, wie sie gekommen ist....

 

dein Hef 22.11.10

 

Hier eine Mail, die mich selbst zum Weinen gebracht hat

Sie ist von Mai und Ling Schneider aus dem Sauerland

 

Hallo Hef. Ich und meine Zwillingsschwester sind in Vietnam geboren. Wir haben bei deiner Frau in der Schule Deutsch gelernt. Wir wurden 1977 adoptiert und durften unsere Großmutter mitbringen. Sie spricht kein Deutsch. Aber unser Adoptivvvater ist ein sehr fleißiger Mann, der sich mit unserer Kultur beschäftigt. Er hat Saigon-Berlin gelesen und uns gebeten, das der Großmutter zu übersetzen.

Sie hat im Vietnamesischen Teil Stunde um Stunde zugehört und still geweint.  Dann hat sie nur gesagt..."ja es war so. Warum schreibt da heute erst jemand drüber?"

Wir würden dich gerne zu unserem nächsten Fest einladen. Wir hoffen, du sagst nicht nein.

 

Hallo Mai, hallo Ling

ich fühle mich geehrte, von euch und eurer Famile eingeladen zu werden. Natürlich werde ich kommen. Es wird mir eine Ehre sein, eure Großmutter in den Arm nehmen zu dürfen

euer hef

22.10.10

 

Helen aus Berlin

 

...ich bin noch ganz geplättet über Saigon-Berlin. Der Roman ist über jede Kritik erhaben und mich als Asienfan würde interessieren, ob davon noch mehr kommen. Ich kenne noch nicht soviel, außer Thailand, Singapur und Malaysia. Bin aber jedes Jahr dort und liebe diese Kultur...

Helen, das kann ich nicht versprechen. Das hängt davon ab, wie Saigon-Berlin ankommt. Geplant ist eine rein asiatische Schiene. Beginnend in Borneo, über ein Buddhistisches Kloster, bis hin zur asiatischen Mafia. (Triaden und Yakuza)

Wir wissen noch nicht, ob und wie der/die Leser darauf reagieren, wenn plötzlich kein Bezug mehr zu Deutschland ist..

Ich muss das im Frührahr 2011 erst abklären.

dein Hef

23.11.10

 

Brigitte aus Porz

Hallo Hef,

gratuliere Dir zu diesem "Reißer", den ich jetzt schon zweimal gelesen habe, so spannend ist der.

Eine indiskrete Frage: Peter Stösser wird an einer delikaten Stelle verwundet. Bist du das, oder ist das nur ein GAG?

Nein, Brigitte. Das ist leider kein gag. Die Szenen im Roman sind absolut identisch mit meinen Erlebnissen.

Wenn du mich sehen könntest, würdest du glauben Dr. House steht vor dir. Ich brauche einen Stock zum Gehen (aufgrund der delikaten Verletzung) und habe auch sonst noch ein paar "Löcher" im Fell, die da nicht freiwillig hingekommen sind.

dein Hef

25.11.10

Mich erreichen momentan Reklamationen, für die ich aber leider nichts kann.

In manchen Buchhandlungen und auch bei Amazon ist Saigon-Berlin  nicht sofort greifbar. Ich verstehe es nicht, und der Verlag sagt, es liegt an der mangelnden Bevorratung des Großhandels.

Ich bitte hiermit alle um Entschuldigung, die das Buch nicht sofort bekommen. Aber Vorfreude hat ja auch ein gewisses ETWAS.  Ja, ja, nicht gleich mit faulen Eiern werfen....es ist wirklich nicht meine Schuld.

euer Hef

30.11.10

 

Es ist wieder überall vorrätig. Die Wege des Buchhandels sind ein Rätsel....

euer Hef

03.12.10

Udo aus Münster

Hallo Hef. Habe gerade Saigon-Berlin "gefressen". Das ist für mich Krimifan der beste des Genres dieses Jahr.

Aber mal eine Frage: Psychokrimis sind gerade "in". Könntest du dir nicht auch einen vorstellen zu schreiben?

Danke Udo fürs Kompliment.

Aber könntest du dir wirklich Peter Stösser vorstellen, dass den jemand psychisch beeinflussen kann?

Neurosen hat er schon selbst genug und ist als Vagabund und Wanderer zwischen den Kontinenten schwer zu beeinflussen....außer von Frauen und sonstigen Annehmlichkeiten. Nein, die Charaktere gibt keinen Psycho her

euer Hef

07.12.10

 

...so, das war es für 2010

Ich bedanke mich bei all meinen Lesern/innen, die  teilweise herzerfrischende Kommentare zu meinen Romanen gegeben haben, aber auch bei der schweigenden Mehrheit.

Ich habe hier nur das rausgepickt, das evtl. in allgem. Interesse sein könnte. (Die Beschimpfungen habe ich weggelassen, da diese Seite auch von Minderjährigen gelesen werden kann.)

Meine Frau Ulla, der Verlag und meine Wenigkeit hoffen, dass ihr uns weiter so interessant findet, dass wir auch im neuen Jahr wieder lebhaften Austausch haben werden...

 

Bis dahin: wünschen wir euch ein frohes Fest und dass all eure kleinen und großen Wünsche in Erfüllung gehen (fangt mit den Kleinen an) und einen gesunden Jahresanfang 2011

 

17.12.10

eure Ulla und Hef Buthe 

 

....ach ja, herzlichen Dank für die vielen postalischen Wünsche von euch. 

Wir hätten nicht geglaubt, dass noch soviele zur alten Postkarte greifen. Wir kommen uns ganz schlecht vor, da sonst alles auf dem Weg hier beantwortet wird. 

Wir werden uns bessern....in jeder Hinsicht. Großes Ehrenwort

euer Hef

24.12.10


 

 
Lebenslänglich tot war...
 
Saigon Berlin war...
 

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