So langsam wird der Roman. Ich weiß nur nicht, ob der Titel noch passt. Ich glaube, ich gebe ihm Tiernamen gemäß des chinesischen Kalenders (2011 ist das Jahr des Hasen)

Wir haben unsere Sternzeichen gemäß der zwölf Monate. Ich bin Schütze. Bei den Chinesen bin ich Hund.

Und ich muss sagen, dass die Definition des chinesischen Zeichens wesentlich genauer für die Charakterbestimmung eines Menschen ist . Es gibt auch dort zwölf Tiere. Aber die wechseln nicht jeden Monat, sondern wiederholen sich erst alle zwölf Jahre. D.h. jeder 2011 Geborene ist ein Hase.

Das ist absolut nicht negativ besetzt, zeigt aber doch genau, was diesem Menschen vorbestimmt ist und was nicht. Bei mir hat es mit dem Jahr des Hundes, in dem ich geboren wurde, haargenau gestimmt. Und ich werde 65.

Meine Frau Ulla wurde im Jahr des Tigers geboren. Auch da hat es mit ihrem inzwischen 60-jährigen Lebenslauf  perfekt übereingestimmt. Bei unseren Töchtern stimmt es bisher genauso…komisch. Scheint was dran zu sein.

Na ja, mal sehen, welche Namen ich den Romanen geben werde.

TÖCHTER des TRIADEN Teil I.

ist zur Hälfte fertig. Es wird verdammt spannend. Er spielt im Jahr 1998, kur bevor die “letzte europäische Kolonie” Macao, an die Volksrepublik China zurück gegeben werden muss.

 

Macao war und ist noch das LAS VEGAS Asiens. Ein Spielerparadies par exellance. Und die Chinesen sind so Spielsüchtig, wie kaum ein anderes Volk der Welt. Und da gab es einen einzigen Tycoon, dem alles gehörte. Einen Dr. Stanley Ho, auch Mitinhaber der Hongkong Airline Cathey Pacific, die anerkannt zweit beste Fluggesellschaft der Welt. Ein unermesslich reicher Mann, der selbst Bill Gates an Vermögen übertrifft. Aber, dieser Mann hasst die Öffentlichkeit, da er unter Asthma leidet und durch einen Anschlag der Konkurrenz an den Rollstuhl gefesselt ist.

Er weiß genau, wenn die Chinesen in ein paar Monaten Macao übernehmen, ist er seine Spiellizenz los, die ihn zu diesem Reichtum zur Zeit der portugiesischen Kolonialherren verholfen hat.

Er braucht Hilfe von Nicht-Chinesen und muss gleichzeitig die lauernde Konkurrenz anderer Triaden abwehren. Er nutzt den neuen Protagonisten Elmar Perkin, im Roman meist nur Perkin genannt, zu einem vertrackten Spiel, um sein Ziel zu erreichen. Und das ist ein Spiel um Leben und Tod. Gewinnen kann nur einer….Stanley Ho. Die anderen haben nur die Wahl…entweder leben oder tot…

 

bis bald, euer Hef

Am 06.01.11 ging bei den Büchereulen www.buechereulen.de unter Leserunde eine private (vom Autor begleitete) Leserunde los.

Thema SAIGON-BERLIN

Hier können auch Nichtmitglieder mitlesen.

Sollte der Kontakt hier nicht klappen, dann geht bitte auf meine LINKS

 

euer Hef

12.01.11

 

Die Leserunde bei und mit den Büchereulen ist beendet, und ich bedanke mich für die wirklich guten Rezis, die all meine Erwartungen übertroffen haben.

Gleichzeitig hat es mich darin bestätigt, dass es doch eine weitaus größere Leserschaft gibt, die sich für Asien interessiert, als bisher vermutet.

Die Autoren, die aus und ihren Ländern schreiben, stehen in der VR China leider unter Zensur. Sodass wir hier davon selten Veröffentlichungen zu lesen bekommen.

Da ich 35 Jahre in diesen Ländern wie, China, Hongkong, Singapur, Malaysia, Indonesien tätig war, habe ich mich entschlossen, meinen Protagonisten Peter Stösser mal vorerst in den Ruhestand zu schicken. (Lebenslänglich tot, erscheint Nov. 2011) wird also der auf absehbare Zeit letzte Thriller mit ihm.

Ich wende mich nun in einer Trilogie ganz den asiatischen Geschehnissen zu.

Auch hier wird es einen durchgängigen Prota geben, einen Wirtschaftsanwalt in Singapur, der ein nicht ganz einfaches Erbe seines Vaters angetreten hat….die Chinesische Mafia (Triaden) zu beraten und zu vertreten.

Der erste Teil wird 2012 unter dem Titel “Töchter des Triaden” erscheinen

 

Bis demnächst

euer Hef

16.02.11

 

 

In diesem Zusammenhang, s.o., tauchte gleich die Frage von Lesern auf, ob ich Chinesisch spreche?

NEIN!!!  Mehrere meiner Versuche sind schlicht und einfach an meiner Stimmlage gescheitert.

Dazu ein paar laienhafte Verdeutlichungen, was die Chinesische Sprache überhaupt ist:

Es gibt im ganzen Reich eine, nahezu, einheitliche Schrift. Das war es dann auch.

Die Aussprache ist das Problem, wie ein und dasselbe Wort betont wird, kann es bis zu fünf verschiedene Bedeutungen haben. Das geht vom Bass bis zum Sopran. Wenn einer, wie ich, eine Bassstimme hat, erreicht er die nötigen Höhen nie.

Hinzu kommt, dass es zwar eine Chinesische Hochsprache gibt, das Mandarin, das aber nur in Peking gesprochen wird. In Shanghai oder Kanton wird schon wieder anders gesprochen und die landesweit ca. 80 verschiedenen Dialekte können sich gegenseitig überhaupt nicht verständigen, außer über die Schrift.

Das kann ein Europäer nicht erlernen, wenn er nicht sein ganzes Leben vorort wohnt.

Also, der Ton macht je nach Dialekt die Musik

 

euer Hef

19.02.11

 

Oh ja, das musste kommen. Seitdem bekannt ist, dass der alte Prota Peter Stösser mal “ein wenig Urlaub” bekommt, hagelt es Proteste, weil er durch einen anderen ersetzt werden soll.

 

Dem ist nicht so. Weder stirbt Stösser, noch wird er ersetzt. Er macht einfach mal Pause und muss Fakten für einen neuen Anlauf sammeln. Die wachsen nun mal nicht auf den Bäumen und ihr, die Leser würdet mich in der Luft zerreissen, wenn die stories einfach geschrieben wurden, nur damit etwas passiert.

Das ist als Autor nicht mein Anspruch

 

Es wartet seit Jahren ein neuer Protagonist , der auch etwas erlebt. Und das wird verdammt spannend. Er ist nicht solch ein Einzelgänger wie Stösser. Er hat ein ziemlich schlagkräftiges Team….mehr wird aber noch nicht verraten. Nur, ihr werdet ihn mögen….

 

Ausserdem kommt im November 2011 noch ein Stösser “Lebenslänglich Tot”

 

bis bald

euer Hef

 

28.02.11

 

…woher nimmst du deine stories?

Das ist eine häufig gestellte Frage, die mich auch bei Lesungen jedesmal in Erklärungsnot bringt.

Ich fasse es mal so zusammen: Ich fühle mich keinem Genre, ob Krimi oder Thriller, zugehörig.

Ich bin einfach ein ERZÄHLER und plaudere aus meinem recht ereignisreichen Leben.

In jeder story steckt ein wahrer Vorgang, eine Begebenheit, ein Ereignis, die ich entweder selbst erlebt habe, oder mir nahestehende Menschen erzählten. Da die Kernereignisse natürlich eine Schlagzeile wert waren, aber kein Buch füllen würden, außer Prozessakten, habe ich mich gefragt: warum eigentlich nicht?

Der beschriebene Vorgang ist damals durch die Presse gegangen, egal in welcher Zeitung der Welt, also mache ich eine spannend-unterhaltsame Handlung daraus. Da ich mir natürlich nur Orte auf dem Globus aussuche, die ich selbst gut kenne, versuche ich den Leser mit an die Originalschauplätze zu nehmen, ihm das Gefühl des DABEISEINS zu vermitteln.

Also, alles hat oder hatte eine wahre Begebenheit, die ich etwas ausgeschmückt habe.

Ich hoffe, die Frage nach dem Woher  ausreichend beantwortet zu haben. Aus meinem Leben, gepaart mit Ereignissen, die sich in meiner jeweiligen Welt zeitgleich abgespielt haben. Auch wenn ich sie nur aus den Nachrichten hatte. Mehr brauche ich nicht, um zu erzählen.

06.03.11

 

Es ist immer die gleiche story, oder auch Qual. Jetzt habe ich Teil I. TÖCHTER des TRIADEN zur Hälfte fertig. Und schon drängen sich Personen ins Bild, die zwar angedacht sind, aber in diesem Teil noch nichts zu suchen haben. Also, der Kampf gegen die Geister, die ich rief, geht los.

Da hilft nur massives Schreien: Klappe, ihr seid noch nicht dran!!!!!!!

Und schon locken sie wieder in den süßesten Tönen: Aber, wir würden doch jetzt schon gut passen…..grrrrrrrrrr

Da soll man als Autor nicht Schizo werden…

euer Hef

21.03.11

 

Um dem Figuren Chaos Herr zu werden, habe ich jetzt eine Besetzungsliste gemacht. Und siehe da, alle scheinen zufrieden zu sein. Soviel kann ich jetzt schon sagen, der Kampf zwischen den beiden rivalisierenden Triaden wird sich durch drei Romane ziehen. Dazwischen werden die anderen Akteure reichlich zu tun haben, um es lebend bis zum nächsten Roman zu schaffen. Aber keine Sorge: es werden keine Fortsetzungsromane. Jede Handlung wird in sich abgeschlossen sein. Wer den Dritten Roman liest, muss nicht unbedingt die anderen vorher kennen….aber, es würde hilfreich sein.

euer Hef

24.03.11

Elvira aus Solingen

…Mensch Hef. Wir haben die Büßer Prozession verfolgt. Das ist ja wirklich irre. Wir haben auch alle Orte besucht. Toll. Wir haben auch in dem Hotel gewohnt, das du beschrieben hast. Ist genauso, wie beschrieben. Aber der Portier kannte dein Buch nicht und wunderte sich darüber, dass das Hotel, sein Hotel darin vorkam. Ansonsten, einfach danke. Ein Superthriller. Der hätte noch ein paar Seiten länger sein können….

…Danke Elvira. Das freut ein Autorenherz. Aber länger durfte er leider nicht sein. Er wurde schon gekürzt. 500 Seiten hatte man mir zugestanden. Tut mir leid für die Leser. Aber vielleicht mache ich aus dem Rest noch einen neuen Thriller.

Markus aus Pforzheim

…Hallo Hef, wir waren über Ostern im Sinai. Den brennenden Dornbusch und das Kathaarinenkloster wollten wir unbedingt mal sehen. Bin total begeistert. Ist alles so, wie beschrieben. Ich habe mich mit deinem Brennenden Dornbusch vors Gebeinhaus gesetzt, gelesen, den Wüstenmäusen zugesehen, wie sie versuchten, die viel zu großen Datteln in ihre Löcher zu bekommen…herrlich beschrieben. Die Mönche sind wirklich die freundlichsten Menschen, die ich kennen gelernt habe. Danke für den Thriller. Aber…ich glaube, den wird nicht jeder verstehen.

…stimmt Markus. Das versteht nicht jeder. Ich hoffe, du hast die Wüstenmäuse, die dort übrigens Spinymouse heißen, von mir gegrüßt. Sie gehören eigentlich nicht zur Kategorie der Wüstenmäuse. Sie kommen nur im Sinai vor. Aber der Verlag meinte, das versteht nicht jeder. Freut mich, dass es euch gefallen hat. Würde auch gerne mal wieder ein paar Tage dort verbringen…

Judith aus Jaffa, Israel

…shalom Hef. Ich bin mit einem Professor für Deutsch-Jüdische Geschichte verheiratet und 65 Jahre alt.
Ich habe den Dornbusch mehrfach gelesen, und mich gefreut, dass sich mal ein Deutscher Autor an unsere Probleme wagt. Ich kann dir als Leserin der hiesigen Presse  bestätigen, dass dem so ist, wie du das sehr spannend beschreibst.
Heute kam ein Aufruf der Regierung, dass alle Israelis im Urlaub, sofort den Sinai zu verlassen haben. Al Kaida droht mal wieder mit Anschlägen auf meine Landsleute.
Wann schreibst du mal darüber, was wir jeden Tag hier an Horrormeldungen zu erdulden haben? Du verstehst unsere Mentalität. Danke.

….Judith, das hängt leider nicht nur von mir ab, wann ich was schreibe. Es ist ein Geschäft wie jedes andere. Es müssen für jeden Roman auch Käufer da sein. Ich bekomme, und darüber war ich erstaunt, sehr viel mails aus Israel. Ich kenne jeden Stein in deinem Land und ich liebe euch. Wenn nur nicht das leidige Messband des Erfolges für jedes Buch stehen würde.
Aber schicke mir bitte die Jerusalem Post in englischer Version. Mal sehen, was ich daraus machen kann.
Shalom


Rainer aus Stuttgart

…wir waren über Ostern im Sanai und auch im Katharinenkloster…und etwas enttäuscht. Die Mönche laufen in ihren verschlissenen schwarzen Roben genauso herum, wie du sie beschrieben hast. Auch das Kloster entspricht haargenau deinen Beschreibungen.
…Aber, das Tal, in dem das Kloster liegt, entspricht nicht deinem Roman. Das ist ja scheußlich. Überall Hotels an den Hängen.
Du bist doch sonst so genau in deinen Ortsbeschreibungen…

…ja Danke, für die Info. Aber der Brennende Dornbusch spielt in den späten 70 und 80ern.
Ich war auch erschrocken, als ich das letzte Mal dort war. Die Baulöwen haben das ganze Tal versaut.
Nimm meine Darstellung als Reminiszenz an alte Zeiten, wie ich es gekannt habe und….vielleicht wird das Leben der Mönche durch den zusätzlichen Tourismus finanziell etwas leichter um die alten Gemäuer erhalten zu können.

 

 

 

Heike aus Freiburg, zu Saigon-Berlin

 

Hallo Hef, habe gerade SAIGON-BERLIN durch und bin….platt. Mehrfach musste ich heulen über diese Brutalität, die du aber sehr fein umschreibst….na ja, wenigstens für schwache Gemüter wie mich.  Sehr gefiel mir der KLEINE DRACHE, der seine Fortsetzung in der Tochter findet.

Genial, ist das geringste, was ich zu diesem THRILLER sagen kann. Spannung der allerhöchsten Stufe, und auch tiefe Trauer, die einen zum Heulen bringt. Danach braucht’s ein paar Tage Abstand, um das zu verdauen.

Eigentlich schreibe ich gerne Rezis, aber zu dem Roman fällt mir momentan nichts anderes ein, als…jedem zu empfehlen, ihn zu lesen und sich sein eigenes Bild zu machen.

Danke Heike. Das habe ich auch schon von anderen Rezensenten gehört. Zu diesem Roman fällt wohl momentan selbst den Profis nicht viel ein. Aber, das wird schon noch, wenn sich alle erholt haben.

dein hef   21.11.10

 

Micha, Garmisch

Hallo Hef, ich war selbst in Afghanistan.

Saigon-Berlin finde ich saugut. Aber, untertreibst du nicht etwas? Und, wie hast du das moralisch verdaut? Hattet ihr psychologische Betreuung. Du spielst das alles herunter, als sei es ein Spaziergang gewesen….

Micha, ich hatte nicht vor einen Kriegsroman zu schreiben und nein, unsere psychologischen Betreuer waren Wihsky und Dope.

Ich hatte niemals vor, diesen Roman zu schreiben und 40 Jahre alles in mir verbuddelt. Der Verlag wollte es so und ich dachte mir…na ja, nach so langer Zeit könnte es etwas weniger schlimm aussehen.  Probier es. Es kann dir vielleicht helfen, so manches aufzuarbeiten. Meine Frau Ulla und mein Lektor waren meine besten Psychater, und ich bin froh, es geschrieben zu haben.

dein Hef 21.11.10

 

Simone aus Dresden

 

…mein Gott Hef, wie bist du nur an die Details in Ost-Berlin gekommen? Aber mich interessiert viel mehr, ob es diesen KLEINEN DRACHEN  und THE-MARIA, die Tochter von Stösser wirklich gegeben hat. Und wenn, du schreibst in deiner Vita, du hättest eine Tochter in Asien, ob die identisch ist. Wie sieht die aus und was macht sie jetzt.

Wenn das zu persönlich ist, vergiß die Frage. Ich liebe es, mir die Figuren plastisch vorzustellen. Dein Roman erinnert mich stark an KRIEG UND FRIEDEN, gepaart mit vom WINDE VERWEHT. Einfach Klasse

 

Danke Simone. Für Berlin hatte ich einen ausgezeichneten Rechercheur. Ihn findest du in der Danksagung.

Und ja, meine Tochter in Singapore ist identisch mit The-Maria. So ist sie entstanden und zur Welt gekommen. Sie ist heute 40 Jahre und 178 cm groß, schlank und als Hotelmanagerin genauso quirrlig, wie im Roman. Kleiner Drache , die Mutter, ist vor 15 Jahren ruhig eingeschlafen. Sie ist gegangen, wie sie gekommen ist….

 

dein Hef 22.11.10

 

Hier eine Mail, die mich selbst zum Weinen gebracht hat

Sie ist von Mai und Ling Schneider aus dem Sauerland

 

Hallo Hef. Ich und meine Zwillingsschwester sind in Vietnam geboren. Wir haben bei deiner Frau in der Schule Deutsch gelernt. Wir wurden 1977 adoptiert und durften unsere Großmutter mitbringen. Sie spricht kein Deutsch. Aber unser Adoptivvvater ist ein sehr fleißiger Mann, der sich mit unserer Kultur beschäftigt. Er hat Saigon-Berlin gelesen und uns gebeten, das der Großmutter zu übersetzen.

Sie hat im Vietnamesischen Teil Stunde um Stunde zugehört und still geweint.  Dann hat sie nur gesagt…”ja es war so. Warum schreibt da heute erst jemand drüber?”

Wir würden dich gerne zu unserem nächsten Fest einladen. Wir hoffen, du sagst nicht nein.

 

Hallo Mai, hallo Ling

ich fühle mich geehrte, von euch und eurer Famile eingeladen zu werden. Natürlich werde ich kommen. Es wird mir eine Ehre sein, eure Großmutter in den Arm nehmen zu dürfen

euer hef

22.10.10

 

Helen aus Berlin

 

…ich bin noch ganz geplättet über Saigon-Berlin. Der Roman ist über jede Kritik erhaben und mich als Asienfan würde interessieren, ob davon noch mehr kommen. Ich kenne noch nicht soviel, außer Thailand, Singapur und Malaysia. Bin aber jedes Jahr dort und liebe diese Kultur…

Helen, das kann ich nicht versprechen. Das hängt davon ab, wie Saigon-Berlin ankommt. Geplant ist eine rein asiatische Schiene. Beginnend in Borneo, über ein Buddhistisches Kloster, bis hin zur asiatischen Mafia. (Triaden und Yakuza)

Wir wissen noch nicht, ob und wie der/die Leser darauf reagieren, wenn plötzlich kein Bezug mehr zu Deutschland ist..

Ich muss das im Frührahr 2011 erst abklären.

dein Hef

23.11.10

 

Brigitte aus Porz

Hallo Hef,

gratuliere Dir zu diesem “Reißer”, den ich jetzt schon zweimal gelesen habe, so spannend ist der.

Eine indiskrete Frage: Peter Stösser wird an einer delikaten Stelle verwundet. Bist du das, oder ist das nur ein GAG?

Nein, Brigitte. Das ist leider kein gag. Die Szenen im Roman sind absolut identisch mit meinen Erlebnissen.

Wenn du mich sehen könntest, würdest du glauben Dr. House steht vor dir. Ich brauche einen Stock zum Gehen (aufgrund der delikaten Verletzung) und habe auch sonst noch ein paar “Löcher” im Fell, die da nicht freiwillig hingekommen sind.

dein Hef

25.11.10

Mich erreichen momentan Reklamationen, für die ich aber leider nichts kann.

In manchen Buchhandlungen und auch bei Amazon ist Saigon-Berlin  nicht sofort greifbar. Ich verstehe es nicht, und der Verlag sagt, es liegt an der mangelnden Bevorratung des Großhandels.

Ich bitte hiermit alle um Entschuldigung, die das Buch nicht sofort bekommen. Aber Vorfreude hat ja auch ein gewisses ETWAS.  Ja, ja, nicht gleich mit faulen Eiern werfen….es ist wirklich nicht meine Schuld.

euer Hef

30.11.10

 

Es ist wieder überall vorrätig. Die Wege des Buchhandels sind ein Rätsel….

euer Hef

03.12.10

Udo aus Münster

Hallo Hef. Habe gerade Saigon-Berlin “gefressen”. Das ist für mich Krimifan der beste des Genres dieses Jahr.

Aber mal eine Frage: Psychokrimis sind gerade “in”. Könntest du dir nicht auch einen vorstellen zu schreiben?

Danke Udo fürs Kompliment.

Aber könntest du dir wirklich Peter Stösser vorstellen, dass den jemand psychisch beeinflussen kann?

Neurosen hat er schon selbst genug und ist als Vagabund und Wanderer zwischen den Kontinenten schwer zu beeinflussen….außer von Frauen und sonstigen Annehmlichkeiten. Nein, die Charaktere gibt keinen Psycho her

euer Hef

07.12.10

 

so, das war es für 2010

Ich bedanke mich bei all meinen Lesern/innen, die  teilweise herzerfrischende Kommentare zu meinen Romanen gegeben haben, aber auch bei der schweigenden Mehrheit.

Ich habe hier nur das rausgepickt, das evtl. in allgem. Interesse sein könnte. (Die Beschimpfungen habe ich weggelassen, da diese Seite auch von Minderjährigen gelesen werden kann.)

Meine Frau Ulla, der Verlag und meine Wenigkeit hoffen, dass ihr uns weiter so interessant findet, dass wir auch im neuen Jahr wieder lebhaften Austausch haben werden…

 

Bis dahin: wünschen wir euch ein frohes Fest und dass all eure kleinen und großen Wünsche in Erfüllung gehen (fangt mit den Kleinen an) und einen gesunden Jahresanfang 2011

17.12.10

eure Ulla und Hef Buthe

 

….ach ja, herzlichen Dank für die vielen postalischen Wünsche von euch.

Wir hätten nicht geglaubt, dass noch soviele zur alten Postkarte greifen. Wir kommen uns ganz schlecht vor, da sonst alles auf dem Weg hier beantwortet wird.

Wir werden uns bessern….in jeder Hinsicht. Großes Ehrenwort

euer Hef

24.12.10

So, jetzt ziehe im mal einen gaaanz dicken Strich.

Der positive Zuspruch zu Saigon-Berlin hat mich nachdenklich gemacht.

 

Meine Leser scheint das Thema Asien doch stark zu interessieren.

Daher habe ich ein Projekt, das ich schon seit Jahren vor mir herschiebe, aus der Versenkung geholt. Nur nix wegwerfen

Als Unternehmensberater war ich 35 Jahre in Asien unterwegs und konnte, meist unfreiwillig, hinter manche Fassade schauen. So auch hinter die mancher Firmen, die Eigentum eines Triaden Bosses waren.

Darüber traut sich kein Asiate zu schreiben, sonst fehlt er sehr schnell. Die Chinesische Mafia gilt als die verschwiegenste und brutalste Bruderschaft der Welt. Wer ihr angehört, bleibt bis in die nächsten Generationen ihr Mitglied.

Darüber schreibe ich eine, geplante, Trilogie.  Der erste Teil hat den Arbeitstitel

TÖCHTER des TRIADEN

Ich nehme die Leser mal in eine völlig andere Welt mit. Der Protagonist, ein angesehener Wirtschaftsanwalt, hat unfreiwillig bei einer Triade den Platz seines verstorbenen Vaters einnehmen müssen. Dessen wird er sich leider fast zu spät bewusst. Nun stellt man ihn vor die Wahl, entweder…oder.

Ob das nun unter Thriller laufen wird? Ich weiß es nicht. Es ist mehr die story des Aufstiegs und Falls einer “ehrenwerten” Gesellschaft und deren Familie, Gesellschaftskritisch, über Korruption und Kriege um Macht und Einfluss. Na ja, ein paar Leichen sind da unvermeidlich.

 

also, schaut mal wieder herein

euer Hef

Ich glaube es fast nicht, wenn ich das o.a. Datum lese.  Dann habe ich den neuen Thriller mit ca. 350 Seiten in nur zwei Monaten geschrieben. Und…er ist fertig.

Er hat als Titel:  LEBENSLÄNGLICH TOT  und erscheint im November 2011.

Jetzt kümmere ich mich mal erst um den Garten und die Vorbereitung des nächsten Thrillers. Der wird in Sibirien spielen und hat mit Wölfen und der Pest zu tun.


bis bald. Schaut mal wieder rein

Derzeit in Arbeit

Nun bin ich einer völlig anderen Spur nachgegangen.  Dafür habe ich einige Zeit recherchiert und konnte nicht glauben, was dabei heraus kam.

Um das zu erklären muss ich die Fragen voraus stellen, die mich dahin geführt haben.

Es gibt inzwischen mehr als Hunderttausend Flüchtlinge aus Afrika, die irgendwie versuchen Europa zu erreichen. Es gibt in Spanien, Italien und den angrenzenden Mittelmeerländern Auffanglanger, um der Flut Herr zu werden.

Was passiert mit denen? Es sind überwiegend junge Menschen, die das Risiko wagen ,in klapprigen Booten von Schleppern in die vermeindliche Freiheit Europa zu flüchten.

Eben…es sind junge Menschen. Mit jungen Organen, auf die reiche Menschen warten, die sich alles leisten können, nur keine Gesundheit mehr….wenn da nicht bald gesunde Organe transplantiert werden.

Diesem Organtourismus bin ich nachgegangen und fündig geworden.

Es wird ein ziemlich haarsträubender Thriller. Der Protagonist wird unser bekannter Peter Stösser sein, der auch über seine Leber nachdenken muss.

Mein vierter Roman, Die Büßer von Mallorca, ist auf dem Markt.
Er spaltet das Leserpublikum, wie immer, in Pro und Kontra. Aber seit meinem Interview vom Dezember 09 erreichen mich zunehmend Mails von Lesern/innen, die sich mit dem Inhalt meiner Bücher beschäftigen und sich outen, dass sie gerne selbst schreiben…oder würden.
Das ist ein interessanter Aspekt für mich, der sonst einer anonymen Leserschaft gegenüber steht. Eine Meinung hier. Eine Meinung dort. Jeder kann sich auf meiner homepage über den Stand der Meinungen in der Abstimmung selbst überzeugen.
Es tauchen Fragen meiner Leser auf, die sie direkt an mich stellen. Sei es zu meinen Romanen, sei es zu mir, wie ich was mache und wie ich zu den stories komme. Kurz, es ist inzwischen eine Vielzahl geworden. Ich beantworte jede Frage direkt.

Aber es sind auch Fragen dabei, die vielleicht meine gesamte Leserschaft interessieren. Die stelle ich hier in einem Frage und Antwort Katalog zusammen. Es sind Extrakte aus der Korrespondenz und die Fragesteller bleiben anonym. Ich nenne nur die Gegend und den Vornamen, aus welcher Ecke sie gestellt wurden.

Dies wird unter meinen „News“ angesiedelt und einmal im Quartal vervollständigt.

………………………………………………………………………………………………………………………………….

Warum dauert es solange bis zum nächsten Roman?

Ich nehme diese, inzwischen oft gestellte Frage, mal vorweg  am 07.05.10

Mich erreichen nach den Büßern von Mallorca bald täglich diese Fragen. Vorweg sage ich mal DANKE an die Fans von Peter Stösser. Es wird ihn auch weiter geben. Der Thriller für 2011 ist im Verlag. Der für 2012 wird dieses Jahr fertig.
Womit ich bei der Beantwortung nach der Zeit bin.  Es ist ein grundsätzliches Zeitproblem. Um einen Peter Stösser Roman fertig zu bekommen, benötige ich ca. 8 Monate. Alles an Recherche im Net und vorort durch Reisen inclusive.
Dann geht es an den Verlag. Der hat jetzt zwei Monate für das Cover und alle Korrekturen. Womit wir bei Monat 10 wären. Dann erfolgen noch Feinkorrekturen und Abstimmungen mit der Marketing und Vertriebsabteilung, bevor die Drucklegung stattfinden kann. Dazwischen muss noch alles in die Prospekte und Internetwerbung integriert werden. Voranabdrucke an professionelle Rezensenten etc. Es ist ein Riesenaufwand, um einen Roman auf den Markt zu bringen.
Da nützt es auch nichts zu fragen: warum packt ihr nicht gleich alles auf das E-book. Datei laden, fertig.
Wenn das so einfach wäre. Nein, erst wird der Druck gemacht, von dem das E-book erstellt wird. Nicht umgekehrt.  Das hat auch Urheberrechtliche Gründe. Sonst könnte jeder Autor ja kostenlos seine Romane öffentlich ins Netz stellen. Und wovon lebt er dann?
Ich hoffe, die o.a. Frage befriedigend beantwortet zu haben. Und nun weiter im Text….

Inge aus Wiesbaden

…ich versuche mich selbst an einem Krimi. Was ein Exposé ist, weiß ich inzwischen. Eine Zusammenfassung meines Romanes auf drei Seiten. Aber was ist ein PITCH?

…der Pitch kommt aus dem Drehbuchbereich und ist nichts anderes, als das Exposé auf ein Minimum einzudampfen.
Stell dir vor, der Verlag fragt dich was der Inhalt deines Romans sein wird. Du hast nur einen einzigen Satz als Antwort.
Du kennst deinen Roman und willst endlich einen Verlag dafür finden. Dann kommt diese Frage unweigerlich auf dich zu. Nun gut, man wird dir auch ein paar Sätze mehr gestatten. Aber mehr als fünf dürfen es nicht sein. Also den Sinn deines Romans in sehr wenigen Worten zusammenzufassen ist ein Pitch.
Schau dir die Klappentexte anderer Bücher, oder die Filmbeschreibungen in deiner Fernsehzeitung an. Das sind alles Pitches….

Michael aus Umkirch/Freiburg

…wusstest du, als du deinen Roman „Im Schatten des Münsters“ schriebst, dass der Wochen danach Wahrheit wurde und der Ärger zwischen der Markgräflichen Familie und dem Land Baden-Württemberg wahr werden würde. Dass hier wirklich in Freiburg keinerlei Besitzverhältnisse zwischen Kirche und Land geregelt sind? Woher hattest du diese Infos?

…ich hatte keine Ahnung. Nur, ich kannte diesen Stadtstreicher Otto sehr gut und wunderte mich nach seinem Tod, dass ein Streit um sein Erbe entbrannte. Welches Erbe? Der Krüppel hatte doch nichts? Erst da fing ich an zu recherchieren und kam auf diese wundersame Verflechtung, Der Mann war steinreich, aber ohne weltliche Rechte. Und das habe ich beschrieben. Erst dann kam die Prozesslawine zwischen Adel und Land ins rollen. Ich war nicht der Auslöser. Nur der unfreiwillige Dokumentator im Voraus. Manchmal muss man als Autor auch Glück haben und zum richtigen Zeitpunkt auf dem Markt sein.

Susanne aus München

…deine Romane sind super spannend. Nur mich stören diese teilweise abgehackten, kurzen Sätze. Die bringen mich total aus dem Lesefluss. Geht das nicht ein wenig flüssiger?

…ich bin keine Romantiker, der einen Redeschwall braucht um Situationen be- und zu umschreiben. Ich weiß, dass gerade die Damen etwas mehr Gefühl bevorzugen. Aber da muss ich passen. Kurze Sätze erhöhen die Spannung, steigern das Tempo. Das merkst du, wenn du sie dir mal laut vorliest. Schachtelsätze sind ermüdend. Ich bin halt gewöhnungsbedürftig und kann nicht anders schreiben.

Oliver aus Kiel

…auf dem „Erbe der Loge“ steht ROMAN. Auf den folgenden Thriller. Wo ist da der Unterschied?

…Die Loge war mein erster Roman. Da wusste der Verlag noch nicht, wohin er ihn einordnen sollte. Dann steht Roman darauf.  Der generelle Unterschied  in den Genres Krimi/Thriller ist, dass im Krimi  jemand im Auftrag eines anderen ermittelt. (Kripo, Staatsanwaltschaft etc.)
Im Thriller ist der Ermittelnde die Hauptperson, der Protagonist, dem es eigentlich an den Kragen geht. Er muss zusehen, dass er am Leben bleibt. Diese Unterscheidung hat sich nun mal so eingebürgert, da die Buchhandlungen oder online book shops eine Sortierfolge brauchen. Ordnung muss sein. Ob sie sinnvoll ist? Ich bestimme sie nicht.

Jens aus Hamburg

…ich versuche mich gerade selbst an einem Krimi. Mir fällt auf, dass du eine andere Art der Schreibe hast, als vergleichbare Autoren. Was machst du anders und worauf sollte ich bei mir achten?

…die Schreibe hat sich in den letzten Jahren der medialen Informationsflut angepasst. Der Leser will möglichst kurz und spannend unterhalten werden.
Meine Grundregel ist: möglichst wenige Adjektive und grundsätzlich keine Gerundien! Kurze Sätze. Schachtelsätze in Dialoge umwandeln.
Dialoge: die Grundregel beachten: Rede…Gegenrede, dann muss aber sofort eine Handlung folgen, sonst wird es anstrengend zu lesen.
Kurz, ich muss als Autor ein 3D Bild im Kopf des Lesers entstehen lassen. Das darf nicht in ermüdende Beschreibungen des Umfelds ausarten. Das muss als Gestaltungsmittel nebenbei einfließen.

Yvette aus Wien

…mein Mann und ich sind bekennende Mallorca Fans. Wir haben die Büßer Prozessionen schon mehrfach verfolgt und uns gefragt, was haben die für eine Vergangenheit? Hinter jeder Bruderschaft steckt doch ein Geheimnis. Toll geschrieben von dir.
Nun meine Frage: wie lange hast du an diesem Thriller recherchiert und geschrieben?

…das habe ich schon in meinem Interview gesagt: mir war klar, dass es auf Mallorca seit der Inquisition sehr viele Juden gab. Deren Zahl wurde durch Ablassverkäufe drastisch gesenkt. Nur wo sind die Nachfahren der europäischen Juden nach dem Krieg geblieben? Niemand wollte mir darauf eine verlässliche Antwort geben. Selbst der Rabbi von Mallorca antwortete sehr ausweichend. Zu ausweichend, um nicht den Instinkt eines alten Reporters ansprechen zu lassen.
Dreimal war ich in der Karwoche dabei und fand das Vertrauen einiger „Brüßer“. So habe ich mich durch die jüngere Geschichte gewühlt und ein Mosaiksteinchen zu anderen gefügt.
Rücksprache mit dem Institut für Deutsche Geschichte in Berlin, dem Spanischen und Italienischen Geschichtsinstituten gehalten. Bis das Bild rund war. Die reine Schreibarbeit war dann in acht Monaten erledigt.

Rudolf aus Tel Aviv

…ich habe den “Den brennenden Dornbusch”  am Flughafen gekauft, weil es mich interessierte, was ein deutscher Autor darüber schreiben könnte. Ich selbst bin Nachkomme polnischer Juden, die 1950 nach Israel kamen und habe als junger Soldat selbst am Jom Kippur Krieg teil genommen. Meine Hochachtung, wie du unser Land beschrieben hast. Du kennst die Mentalitäten beider Seiten bestens.
Aber, warum muss das ausgerechnet im Katharinenkloster spielen? Diese Mönche haben niemals jemandem etwas zu Leide getan.

…danke für das Kompliment. Aber die story ist in Absprache mit dem Patriarchen des Katharinenklosters entstanden. Deren Bibliothek ist ein Sesam öffne dich für jeden Geschichtsinteressierten. Und so friedlich waren die Mönche nicht. Sie beherbergen heute noch einen Schatz an toten Briefkästen für die verschiedensten Geheimdienste aus vielen Jahrhunderten.

Jeannette aus Palma

…ich bin seit zwanzig Jahren mit einem Mallorquiner verheiratet. …habe die Büßer am Flughafen gekauft und finde den Roman Klasse. Aber, mein Mann gehört selbst einer Cofradia (Bruderschaft) an.

Ich weiß nicht, ober der Thriller, sollte er auf Spanisch erscheinen, hier viel Begeisterung hervorrufen wird. Die Bruderschaften sind da etwas eigen und äußerst empfindlich, da stockkonservativ. Ich frage mich, wie du an diese Infos kommen konntest?
…danke Jeannette. Ich fasse es als Kompliment auf. Aber ich denke nicht, dass man mich deswegen gleich zur persona non grata erklären wird. Wenn doch, dann wäre es ein Beweis mehr für meine Recherchen

Kay aus Berlin

…ich studiere Sprachen und muss daher viel lesen. Deine stories haben etwas von Jack London. Immer ist neben Spannung auch Abenteuer. Wie kommt ihr Autoren nur zu euren stories? Ich bin noch jung und würde auch gerne schreiben. Aber mir fällt nichts ein, was lesenswert wäre.

…mit dieser Frage bringst du wohl jeden von uns ins Schleudern. Sie wird oft gestellt, aber niemals befriedigend beantwortet…fürchte ich. Ich für meinen Teil halte mich an die Erkenntnis von Sumerset Maugham: Das Problem mit unseren jungen Erfolgsautoren ist, dass die alle schon über sechzig sind….
Was schon einen Teil deiner Frage beantwortet. Es steckt eine Menge Lebenserfahrung dahinter. Wenigstens bei mir.
Also meine Gegenfrage: warum schreibst du als junger Mensch nicht über deine Erfahrungen? Es macht keinen Sinn uns Alten nachzueifern. Ihr steht mitten im Leben, das ein ganz anderes ist, als unseres jetzt und damals, als ich noch so alt wie du war. Habt ihr nicht auch Spannendes zu erzählen? So langweilig kann das doch nicht sein ein junger  Mensch zu sein. Also her mit euren stories. Traut euch mal was…

Rainer aus Erkrath

…ich verfolge jetzt dein viertes Buch. Wie ich aus deiner Vita entnehme, bist du nicht mehr berufstätig. Aber was macht so ein armer Hobbyschreiber wie ich? Ich habe einen vollen Job, eine Familie und schreibe seit fünf Jahren an einem Roman. Das Ding wird nie und nimmer fertig. Wie machen das andere, die auch arbeiten müssen? Hast du da einen Einblick?

…das Problem ist allgemein gültig für jeden, der nebenher schreibt. Es gibt viele kluge Bücher über time management in solchen Fällen. Und ich kann nachvollziehen, dass man irgendwann die Lust verliert, da der Autor ständig aus dem Schreibfluss gerissen ist.
Ich weiß nicht, was andere raten, aber ich habe meine feste Zeit zum Schreiben. (auch wenn ich keine Lust hätte) Zwei Stunden am Tag müssen drin sein. Und die Zeit kann man sich auch vom Job und der Familie freikämpfen. Die Zeit gehört mir. Und sonst niemandem. Dann wird eben mal nicht in die Glotze geschaut. Nicht der Rasen gemäht, nicht auf den Fußballplatz gegangen. Dieses Zeit ist inzwischen ein fester Bestandteil meines Lebens. Und da ist Ehemann und Papa von niemandem ansprechbar. Da kann soviel unangemeldeter Besuch kommen, wie er will. Die Tür bleibt zu. Ich schreibe. Basta. Anders geht es nicht. Und wenn die Welt inzwischen untergegangen sein sollte, dann erfahre ich das nachher noch früh genug.

Jutta aus München

…nach deinem Erbe der Loge habe ich mich gefragt, wer spinnt hier? Ich als Leser, oder du als Autor? Du treibst in einem Kapitel die Spannung auf die Spitze. Dann steigst du einfach aus und lässt den Leser hängen. Beim übernächsten Kapitel greifst du den Faden wieder auf. Und so geht das weiter. Das ist verdammt anstrengend zu lesen. Ich hatte mir geschworen…den Autor liest du nie wieder. Und jetzt, nach dem Mallorca Thriller, wird mir langsam klar, dass mir meine ganzen Schreibkurse wenig nützen. Ist das bewusste Mache von dir oder gibt es da Schreibregeln, die man so nicht lernen kann.

… es ist keine Mache von mir. Und warum man das in Fachkursen nicht vermittelt, kann ich nicht beurteilen. Es ist einfach die Dramaturgie. Sie wird im Film von den Amerikanern genutzt. Spannung erzeugen…Szenenwechsel…wieder Spannung erzeugen….Szenenwechsel…usw. Auflösung bis zum show down verschoben. Hitchcock war ein Meister darin.  Es wird in der Literatur noch wenig genutzt. Man nennt es “revolvierendes Schreiben”. Ist zugegeben für den Leser gewöhnungsbedürftig. Aber ich denke in filmischen Szenen und versuche das auch meinen Lesern zu vermitteln. Den Film im Buch vorwegzunehmen. Das ist meine Schreibe. Ich will einen Film mit meinen Romanen im Kopf des Lesers erzeugen. Daran ist mir gelegen. Kritiker sagen, ich schreibe das Drehbuch zu einem Roman um. Auch keine schlechte Definition.

Joshua aus Jaffa

…ich studiere Deutsch, Englisch und Geschichte und bekam deinen “brennenden Dornbusch” von meinen Eltern geschenkt. Er hat unter meinen Freunden in der Uni einige Diskussionen losgetreten. Zumal in letzter Zeit in der “Post” immer öfter über Morde an Hammas-Führern geschrieben wurde. Alle starben an Herzversagen. Vermutlich Gift. Aber was für eines, das sagt niemand. Das wird doch nicht Ricin sein? Das Zeug wächst bei uns in jedem Straßengraben.
Ich finde deinen Roman absolute Klasse. Sehen das deine Deutschen Leser auch so? Und woher hast du Informationen? Bist du beim Geheimdienst?

…nein Joshua und danke. Ich bin nicht beim Geheimdienst. Ich hatte nur Kontakte zu einem Mossad Mitglied. Das ist aber letztes Jahr leider verstorben (Todesart unbekannt) Und ja, ich habe die Infos aus den Reihen des Mossad. Mehr darf ich dazu nicht sagen.
Und meine deutschen Leser? Für die scheint das Thema nicht interessant genug zu sein. Den Thriller habe ich als Verlust abgehakt.
Shalom

Gabi aus Münster

…ich bin jetzt schon ein paar Jahre auf Mallorca im Urlaub. Ich finde die Insel toll. Nach deinem Roman möchte ich mir die Büßerprozession mal selbst ansehen. Ich habe schon in diesem Hotel gebucht, das du so hervorhebst. Wo finde ich die Infos zu dieser Prozession? Ach ja, ich hoffe, die Prozession ist nur halb so spannend, wie dein Thriller.

….du findest in der deutschen Inselzeitung in der Karwoche alle Prozessionen. Den Weg, den sie gehen. Was die Besonderheiten sind ect. Die Zeitung liegt in jeder Bar, Cafe, Restaurant aus. Kostet nichts und ist sehr informativ. Berichte mir, wie es dir gefallen hat. Und viel Vergnügen….und Grusel

Lothar aus Siegen

…ich verbringe meine Urlaube seit zwei Jahrzehnten auf Malle. Aber von den Büßerprozessionen habe ich noch nie gehört. Dieses Jahr habe ich gebucht. Dein Buch hat mich neugierig gemacht. Hoffentlich ist es so spannend und gruselig, wie du geschrieben hast.

…sorry Lothar. Ich bin auch oft auf Malle. Aber um anderes als Ballermann zu entdecken. Diese Prozessionen und ihre Hintergründe gehören für mich als Touri zur Allgemeinbildung.
Also viel Spaß. Absacker findest du genug im Fischerviertel. Ist nicht weit. Denn auch dort gibt es eine Gemeinde mit eigener kleinen Prozession. Aber die findet meist schon an Gründonnerstag statt. Dann reiht sie sich in die Hauptprozession am Karfreitag ein.

Interview

Reporter:

Hef. Sie machen Ihre Ankündigung wahr. Das neue Buch ist auf dem Markt. Geht das jetzt jedes Jahr mit dem Protagonisten Peter Stösser  weiter? Geht einem Autor der immer selbe Typ nicht irgendwann auf die Nerven?

Hef:

Von mir aus wird es den Protagonisten Peter Stösser  bis 2015 geben. So ist meine Planung. Aber da hat der Verlag auch noch mitzureden. Und nein. Auf die Nerven geht mir der Prota täglich. Und das seit inzwischen 63 Jahren. Er ist mein “alter ego”. Es war eine gute Idee des Verlages, mich mit einem anderen Namen zum Prota meiner Bücher zu machen.

Reporter:

Sie schreiben also nur an Ihrer Lebensgeschichte entlang. Geben diesem kauzigen Journalisten einen anderen Namen und das war es dann?

Hef:

Schön wärs.

Die Büßer von Mallorca  waren überhaupt nicht geplant. Die ergaben sich einfach durch ein Gespräch mit sehr alten Damen in einem Café in Palma de Mallorca. Mich interessierte ihr Schmuck. Und sie sprachen eine Mischung aus Spanisch und Jiddisch, das ich verstehe. So erzählten sie mir die story, die als Thriller herauskam. Na ja, ich musste geschichtlich etwas nachhelfen. Denn dieses Thema ist eigentlich Tabu in Spanien.

Reporter:

Wie würden Sie sich als Mensch in wenigen Worten beschreiben. In Ihren Büchern lernt man knorzige Menschen kennen, die alle ein Geheimnis haben, und es mühselig zu verstecken trachten. Sind das alles Sie?

Hef:

Ich bin diese Menschen. Eigenwillig, knorzig…wie Sie sagen. Ein Dickschädel. Immer auf der Jagd nach ungewöhnlichen Ereignissen und schreibwütig. Mein Bestreben ist den Alltag, den jeder in seinem Umfeld mal so gerade Tag für Tag  meistert, in ein neues Licht zu stellen.  Dazu dienen mir meine Erfahrung und eine unbändige Neugier  als Werkzeuge.

Reporter:

Damit stellt sich die Frage: wie geht es weiter? Was kommt 2010 und die weiteren Jahre?

Hef:

2010 kommt ein Thriller, der mir sehr am Herzen liegt. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich mich wieder an das Thema Krieg getraut habe. Ich hatte mir geschworen, genau dieses aus meinem Leben als ehemaliger Kriegsreporter zu streichen. Aber der Verlag hat da unglaubliche Wühlarbeit bei mir geleistet. Dann habe ich mich doch überzeugen lassen und meine Vergangenheit in einem anderen Licht gesehen, und, wie ich hoffe in einem anderen Kontext geschrieben. Die Reaktion der Leser müssen wir erst abwarten. Mehr kann ich dazu momentan nicht sagen.

Reporter:

Das ist der Thriller für 2010. Woran arbeiten Sie zur Zeit? Dass Peter Stösser  der Protagonist bleibt, haben Sie schon erwähnt.

Hef:

Auch etwas, das mir auf der Seele liegt. Eine spezielle Art des Organhandels, die so noch niemand kennt. Aber mehr möchte ich dazu im Augenblick nicht sagen.

Reporter:

Wie Sie sagten, betreuen Sie auch Anfänger, die sich in der Prosa versuchen. Welche Voraussetzungen muss man haben, um Sie als Mentor zu bekommen? Und wie hat man sich das vorzustellen? Geben Sie Seminare?

Hef:

Seminare gebe ich nicht. Dazu fehlt mir einfach die Zeit. Das geht alles online. Ich kenne keinen meiner Leute persönlich. Und an mich heranzukommen ist einfach…über meine homepage. Aber dann wird es haarig. Ich stelle die gleichen Anforderungen, die auch ein Verlag stellen wird. Mindestens einen PITCH, dreiseitiges Exposé und eine dreißigseitige Leseprobe.

Ohne diese Anforderung erfüllt zu haben muss ich ablehnen. Denn dazu ist mir meine Zeit zu kostbar jemandem noch die Grundregeln des Schreibens beizubringen.

Reporter:

Danke Hef. Wann kann ich das nächste Interview mit Ihnen machen?

Hef:

Ich muss die Reaktion auf den Vietnamroman abwarten. Dann entscheidet sich, wie es mit mir weiter geht. Also nicht vor Ende 2011.

Hallo zusammen,

ich sehe, dass ich etwas faul mit meinen Eintragungen war.
Aber, ich bin damit beschäftigt, jedes Jahr einen Thriller abzuliefern
Ach ja Thriller, mich erreichen täglich mails von Lesern, die mich fragen, was ist denn wahr an deinen Romanen. Andere schreiben. So ein fiktiver Schrott. Das glaubt doch kein Mensch.
Na gut. Ich kann es nicht allen Recht machen.
Aber ich kann euch garantieren, dass 80% der Inhalte meiner bisherigen Romane auf Tatsachen basieren.
Das Erbe der Loge hat mir einigen Ärger mit dieser nach USA verschwundenen jüdischen Bruderschaft eingebracht.
Im Schatten des Münsters hat für einigen Ärger in Baden-Württemberg gesorgt, da ich das voraus beschrieben habe, was dann wirklich passierte und…
Der brennende Dornbusch bestätigt sich gerade im Kampf um einen Palästinenser Staat in und um Israel.
Das Gift RICIN wird vom Mossad zunehmend eingesetzt, um die Opposition mundtot zu machen. Waffen sind zu laut.
Und was kommt dieses Jahr? Ein Thriller über ein weder von den Spaniern, noch von der katholischen Kirche, noch von Nationalisten gern gelesenes Thema…der spanische Bürgerkrieg, der bis heute noch kein Ende gefunden hat….Man hat mir schon im Vorfeld angedroht, dass ich ab dann in Spanien nicht mehr gern gesehen bin.
Na warten wir es ab

Nun bin ich an meinem Roman ohne (momentanen) Titel Saigon-Berlin (nicht der endgültige Titel)

Er gestaltet sich schwierig. Ich muss viele Erinnerungen abrufen, die ich verdrängt hatte und über die ich nie gesprochen habe. Nun schreibe ich doch darüber. Ist aber ganz interessant, sich wirklich mal mit der persönlichen Vergangenheit so auseinander zu setzten, dass da ein spannender Thriller draus wird. Das habe ich damals nicht als solchen empfunden. Es war einfach nur der komplette Wahnsinn. Wie jeder Krieg. Aber mit 40 Jahren Abstand sieht man manches anders.

euer Hef